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Keine Publikation mehr ohne Dotplot
Das Durchflusszytometer CyFlow® Space an der Jacobs University Bremen

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 2/2015

Seit 2011 arbeitet das Department of Life Sciences and Chemistry an der Jacobs University Bremen mit dem Durchflusszytometer CyFlow® Space. Es wird sowohl für die laborpraktische Ausbildung der Studierenden als auch für das Erzielen neuer Forschungsergebnisse verwendet. In unserem Interview berichten Prof. Dr. Sebastian Springer und Doktorandin Linda Janßen von ihren Erfahrungen mit dem System.

Prof. Dr. Sebastian Springer     
Associate Professor of Biochemistry and Cell Biology Jacobs University Bremen

Linda Janßen     
Ph.D.-Studentin in Biochemistry and Cell Biology Jacobs University Bremen

 

Wie groß ist Ihr Institut und womit beschäftigt es sich?
Prof. Dr. Sebastian Springer:
An der Jacobs University gibt es etwa 15 Arbeitsgruppen, die sich mit je einem Fachgebiet der Biologie im weitesten Sinne beschäftigen. Dies sind unter anderem die klassische Biologie, die Mikrobiologie, die Genetik, die Biotechnologie und die Zellbiologie.  Unsere Arbeitsgruppe arbeitet in einem Teilbereich der immunologischen Grundlagenforschung. Wir befassen uns unter anderem mit der Immunantwort gegen Viren. Wir arbeiten nicht mit Tieren oder Patienten. Unsere Tätigkeit besteht darin, fundamentale Mechanismen in der Zelle zu erforschen, die für jede Krankheit gelten. In letzter Zeit arbeiten wir verstärkt an der Tumor-Immuntherapie, die als zukunftsweisend in der Krebstherapie gilt.

Können Sie uns etwas zu den Besonderheiten der Jacobs University erzählen?
Prof. Dr. Sebastian Springer:
Die Jacobs University Bremen, die bis 2007 International University Bremen hieß, ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule in Bremen. Sie bietet Fächer der Ingenieur-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften in mehr als 15 praxisnahen Studiengängen an, in denen die Studierenden die Abschlüsse Bachelor, Master und Ph.D. erwerben können. Die Zusammensetzung der Studierenden und der Lehrkräfte ist sehr international, die Abschlüsse werden ebenfalls international anerkannt. Die Unterrichtssprache ist Englisch. Besonders ist auch die Transdisziplinarität in Lehre und Forschung, das heißt, die einzelnen Disziplinen arbeiten fachübergreifend zusammen. Insgesamt haben wir etwa 670 Bachelor-Studierende und 550 Master- und Ph.D.-Studierende, etwa ein Viertel davon in den Lebenswissenschaften.

Welches Durchflusszytometer nutzen Sie und warum haben Sie sich dafür entschieden?
Prof. Dr. Sebastian Springer und Linda Janßen:
Seit 2011 nutzen wir den CyFlow® Space. Wir sind keine große Universität und können aus diesem Grund keine Person einstellen, die einzig für die Bedienung und Wartung des Systems zuständig ist. Deshalb war es uns wichtig, dass das Gerät einfach zu bedienen ist und stabil läuft. Studenten kann man nach einer kurzen Einweisung bereits alleine am Gerät arbeiten lassen, was uns enorm viel Zeit spart. Mit der Option, weitere Laser nachzurüsten, ist das System auch für zukünftige Anforderungen geeignet.

»Unsere Tätigkeit besteht darin, fundamentale Mechanismen in der Zelle zu erforschen, die für jede Krankheit gelten.«



Wozu nutzen Sie die Flow Cytometry?
Linda Janßen:
Angefangen hat es mit der Analyse der Oberflächenexpression des MHC-Klasse-I-Komplexes und dessen Bezug zu viralen Proteinen. Im Allgemeinen sind wir sehr an der Maturation und dem Export des MHC-Klasse-I-Komplexes interessiert, der ja eine zentrale Rolle in der Immunantwort spielt. Meist untersuchen wir die Menge von Klasse I an der Zelloberfläche zu einem gegebenen Zeitpunkt, also im » steady state «. Die Endozytose von Klasse‑I-Komplexen untersuchen wir hingegen dynamisch.

Vor einigen Jahren wurde dann ein neues Projekt initiiert, das Micro-Capsule-Project. Dies ist eine biotechnologische Anwendung, in der wir mittels Mikrokapseln von 3  µm Durchmesser die Konzentration einer nachzuweisenden Substanz, des Analyten, in einer Lösung ganz hochempfindlich messen. Dazu werden zwei Kapseln von den unterschiedlichen Seiten des Analyts gebunden. Beide Kapseln geben dann je ein Fluoreszenz-Signal. Der Analyt bringt die beiden unterschiedlichen Mikrokapseln zusammen, wodurch das gemessene Partikel im Durchflusszytometer beide Fluoreszenzsignale aufweist (Proximity  Assay). Der CyFlow® Space wird momentan dazu verwendet, die Mikrokapseln zu entwickeln, sie mit fluoreszierenden Antikörpern und DNA-Oligomeren zu bestücken oder mit Fluoreszenzfarbstoffen zu befüllen. Dafür ist dieses Gerät unentbehrlich.

»Studenten kann man nach einer kurzen Einweisung bereits alleine am Gerät arbeiten lassen.«

In welchem Projekt hat Sie die Flow Cytometry entscheidend nach vorne gebracht?
Linda Janßen
: Die drei Hauptprojekte, in denen wir mit der Flow Cytometry bisher große Erfolge erzielt haben, sind ein Projekt zur viralen Hemmung der Immunantwort, ein Projekt zur Untersuchung der Endozytose von Immunproteinen und eben das bereits erwähnte Projekt mit den Mikrokapseln. In all diesen Projekten hat uns die Flow Cytometry mit dem CyFlow® Space entscheidend nach vorne gebracht. Seitdem das Gerät da ist, haben wir kaum eine Publikation im Bereich Zellbiologie veröffentlicht, in der nicht mindestens ein Dotplot oder Histogramm enthalten war.  

Das Interview wurde von Christina Klasen und Susanne Schmidt geführt.

Fotoquelle: Getty Images, Sysmex, Prof. Dr. Sebastian Springer, Linda Janßen

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