Europäisches Hämatologie-Symposium 2007 von Sysmex in Lissabon, Portugal

Gratulationen an Prof. Florence Cymbalista, der Gewinnerin des 1. Preises

Nachdem die drei vorherigen Symposien zwischen 2001 und 2005 von idyllischen Alpensee-Panoramen geprägt waren, hieß es in diesem Jahr Fluß- und Atlantik-Blick: Veranstaltungsort des Europäischen Hämatologie-Symposiums 2007 von Sysmex war die schöne und spannende Stadt Lissabon in Portugal.

An den Symposiumstagen 13.-14. Juni 2007 zog es fast 400 Teilnehmer aus 38 Ländern zu der Veranstaltung, vorrangig aus Europa, aber auch Afrika, Asien, Amerika, der Pazifik-Region und Australien.

Ganz in der Tradition des Landes der Entdecker startet der Kongress mit einer Entdeckungsreise zu den aktuellsten Entwicklungen und neuesten Anwendungen zu den Blutparametern in der Hämatologie.
Das Symposiumsprogramm war breit gestreut und umfasste Vorträge zur allgemeinen Fortbildung, über Berichte zu neuen klinischen Anwendungen mit den X-Class-Geräten von Sysmex und bis hin zu smarten Ansätzen für die Verschlankung des Workflows im Labor. Dabei wurden Themen wie unter anderem Leukämiefälle nach dem Tschernobyl-Unfall, die Sepsisdiagnostik, Anämie bei chronischen Erkrankungen, neue Analysenfunktionen oder das „Case-Management“ an den XE-5000 Analysenautomaten für die Hämatologie behandelt.

Eine Reihe spezieller Plenarvorträge beschäftigte sich mit aktuellen und kontrovers diskutierten Fragestellungen aus der Hämatologie und medizinischen Diagnostik: Der erste Keynote-Redner war Dr. Neil Robinson vom Schweizer Dopinglabor Laboratoire suisse d'analyse du dopage in Lausanne. Er griff das brandheiße Thema des Blutdopings im Ausdauersport auf, und beschrieb den Wettlauf zwischen den Sportprofis und der Wissenschaft, die sich um immer ausgefeiltere und damit zuverlässige Dopingtests bemüht.
Die alarmierende Zahl der HIV-Neuinfektionen und das stetige Fortschreiten der AIDS-Epidemie waren die Themen des nächsten Hauptvortrags von Dr. Ilesh Jani aus Maputo, Mosambik. Nach einem Überblick zum aktuellen Stand der Epidemie in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara beschrieb er eine neue Methode der patientennahen Überwachung der HIV-Infektion mit dem kompakten Hämatologie-Analysengerät KX-21N.

Der zweite Symposiumstag begann mit einem außergewöhnlichen Keynote-Vortrag zu den Fallstricken der Statistik in der medizinischen Diagnostik. Der brillante und interaktive Vortrag wurde von Dr. H. H. Dubben aus Hamburg gehalten. Er demonstrierte anschaulich, wie einfach es ist, sich bei der Auswertung von diagnostischen Tests mit einer 99%igen Spezifität und Sensitivität in die Irre führen zu lassen: Beide Zahlen sind bedeutungslos, sofern nicht auch die Prävalenz der Erkrankung berücksichtigt wird.

Erstmalig verlieh Sysmex Europe außerdem eine Auszeichnung für herausragende Leistungen im Bereich der Hämatologie in Klinik oder Labor: den Sysmex Outstanding Science Award 2007 (Dr. Robert Martin Rowan Memorial Award). Die Auszeichnung wurde bereits während des Symposiums im Jahr 2005 angekündigt und fand mit beinahe 40 Projekteinreichungen großen Anklang. Die Vorauswahl der vielversprechendsten Projektvorschläge traf ein unabhängiges, intereuropäisches Fachkomitee aus Wissenschaftlern. Acht der zehn Finalisten stellten ihre Ergebnisse auf dem Symposium vor. Die Themen reichten von der Bedeutung der unreifen Thrombozytenfraktion (IPF) bei der HIV-Infektion, Malaria, Stammzelltransplantationen oder dem Diabetes bis hin zu Themen wie der Prävalenz von kernhaltigen Erythrozytenvorstufen (NRBC) im peripheren Blut bei unterschiedlichen Erkrankungen oder der Reliabilität der intelligenten Zellbilderkennung.

Den Abschluss bildete die Preisverleihung, bei der drei Auszeichnungen mit einem Preisgeld von 25.000, 10.000 bzw. 5.000 Euro vergeben wurden. Einer der Preisträger war Marianne Schoorl aus den Niederlanden, die für ihre Arbeit „Changes in platelets in morphology and RNA content during treatment with haemodialysis“ (Veränderung der Morphologie und des RNA-Gehalts von Thrombozyten im Rahmen der Dialyse) den dritten Preis erhielt. Der zweite Preis ging an Dr. Carmen Canals Suris aus Spanien für ihre Untersuchung zur klinischen Bedeutung der unreifen Retikulozytenfraktion (IRF), der hämatopoetischen Vorläuferzellen (HPC) und der unreifen Thrombozytenfraktion (IPF) bei der Mobilisierung und Transplantation von hämatopoetischen Stammzellen. Den Hauptpreis erhielt Prof. Florence Cymbalista aus Frankreich. Mit einer beeindruckenden Präsentation zeigte sie dem Publikum, wie sie mit dem XE-Analysenautomaten von Sysmex ein neues Werkzeug für die Routinediagnostik der myelodysplastischen Syndrome (MDS) entwickelt hatte. Dabei leitete sie von dem Untersuchungsparameter Neut-X des XE-2100 einen semiquantitativen Parameter ab, den Granularitätsindex (GI), und setzte diesen in Beziehung zu dem Anämiestatus der Patienten. Dadurch ergab sich ein potenter Indikator für MDS.

Nach zwei Tagen mit zahlreichen anregenden Vorträgen und produktiven Diskussionen ging dieses sehr gut angenommene Symposium zu Ende. Wir freuen uns bereits darauf, Sie beim nächsten Europäischen Hämatologie-Symposium von Sysmex (wieder) begrüßen zu dürfen.

Europäisches Hämatologie-Symposium 2009 in Istanbul, Türkei

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