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Sysmex engagiert sich in vielen Bereichen der Gesundheitsversorgung. In unseren Kompetenzbereichen bieten wir neben Informationen für das Fachpublikum auch Hintergrundinformationen und Beratung für interessierte Privatpersonen oder Patienten. Derzeit können Sie sich ausführlich über das Thema Brustkrebs informieren (auf Deutsch). Dazu laden wir Sie herzlich ein. Besuchen Sie www.brustkrebs-diagnose.de

 

 

RD-210

  • Standardisierte und zuverlässige Ergebnisse durch Analyse ganzer Lymphknoten
  • Schnelle Verfügbarkeit der Ergebnisse durch kurze Analysezeit: ca. 15 min/1 Probe und ca. 30 min/14 Proben
  • Hohe Flexibilität: Einsatz für mehrere Patienten/Entitäten
  • Einfache Reagenzverwaltung und Monitoring des Verbrauchs durch QR-Code-Identifikation

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OSNA – Molekulare Detektion von Metastasen in Lymphknoten

Der Lymphknotenstatus ist bei vielen Krebserkrankungen einer der wichtigsten prognostischen Faktoren und ein maßgebliches Kriterium für chirurgische und therapeutische Entscheidungen. Demzufolge hat eine verlässliche und genaue Analyse des Lymphknotengewebes auf Metastasen eine große Bedeutung. Routinemäßig wird nur ein begrenzter Anteil an Gewebe histopathologisch untersucht, sodass die hierdurch gewonnenen Informationen eventuell nicht vollständig sind und kleine Metastasen übersehen werden können. OSNA® – One Step Nucleic Acid Amplification –  hat seinen klinischen Nutzen in den vergangenen Jahren bereits unter Beweis gestellt und hat sich in vielen Einrichtungen als Routineverfahren etabliert.

OSNA ist ein automatisierter molekularer Assay, der es ermöglicht den kompletten Lymphknoten zu analysieren. Das Reaktionsverfahren basiert auf einer speziellen isothermen Technologie zur Amplifikation von Nukleinsäuren (RT-LAMP*) und ermöglicht die Quantifizierung der Cytokeratin 19 (CK19) mRNA-Expression. CK19 ist ein Epithelzellmarker und im Lymphknotengewebe normalerweise nicht vorhanden. Die Expressionsrate der CK19 mRNA korreliert mit der Größe der metastatischen Herde.


* RT-LAMP: Reverse transcriptase loop-mediated isothermal amplification; lizensiert unter dem Vertrag mit Eiken Chemical CO., LTD

Onkologie

OSNA beim Mammakarzinom

OSNA beim Mammakarzinom

Über 100 Publikationen belegen den klinischen Nutzen des OSNA-Verfahrens und der CK19-Kopienzahl bei Brustkrebspatientinnen. Diese Evidenzbasis bescheinigt CK19 über die konventionelle pathologische Beurteilung hinaus auch prädiktive und prognostische Aussagekraft. Das trägt dazu bei, weniger invasive Eingriffe vornehmen zu müssen, die Behandlung stärker zu personalisieren und die Lebensqualität der Patientinnen verbessern zu können.

OSNA BC in der Routineanwendung

OSNA BC in der Routineanwendung

Der klinische Nutzen des OSNA-Verfahrens und der CK19-Kopienzahl bei Brustkrebspatientinnen ist weltweit in vielen klinischen Studien bestätigt worden. OSNA wurde hier gegen eine sehr exakte histopathologische Aufarbeitung des Lymphknotengewebes verglichen und zeigt in multizentrischen Studien eine Konkordanz, Sensitivität und Spezifität von über 95%.


Weitere Veröffentlichungen von OSNA Routinenutzern beschreiben das Einsparungspotenzial an Zweitoperationen durch die Möglichkeit der intraoperativen Analytik. Studiendaten bestätigen, dass die Bestimmung des metastatischen Befalles des Sentinel-Lymphknotens anhand der Konzentration der CK19-mRNA zu besseren prädiktiven Aussagen in Bezug auf das Risiko für den Befall weiterer axillärer Lymphknoten führt. Anhand dieser Daten sind Modelle für die Risikoberechnung entwickelt worden, z. B. in Form von Nomogrammen. Aktuelle Studien belegen auch einen prognostischen Wert in Bezug auf die Kategorisierung der Patientinnen in Hoch- und Niedrigrisiko für das krankheitsfreie 5-Jahres-Überleben.


Diese Evidenzbasis bescheinigt CK19 über die konventionelle pathologische Beurteilung hinaus auch prädiktive und prognostische Aussagekraft. Das trägt dazu bei, weniger invasive Eingriffe vornehmen zu müssen, die Behandlung stärker zu personalisieren und die Lebensqualität der Patientinnen verbessern zu können. So erhöht das OSNA-Ergebnis die Entscheidungssicherheit des Arztes bei der Auswahl der bestgeeigneten chirurgischen und nicht-chirurgischen Therapieoptionen für jede Patientin.

OSNA beim kolorektalen Karzinom

OSNA beim kolorektalen Karzinom

Bei der Behandlung eines Kolonkarzinoms ist der Lymphknotenstatus der wichtigste prognostische Faktor und Staging-Parameter. Nationale und internationale Therapieleitlinien empfehlen keine adjuvante Chemotherapie bei Patienten, bei denen nicht in einem oder mehreren Lymphknoten Metastasen gefunden wurden. Ausnahme sind Hochrisikopatienten (T4 in Kombination mit bestimmten weiteren Tumorparametern).

Der aktuelle Standard für das nodale Staging beim Kolonkarzinom ist die postoperative histopathologische Untersuchung von mindestens 12 Lymphknoten mit einem HE Schnitt. Die derzeitige Analyse kann nur einen geringen Anteil des Lymphknotengewebes beurteilen, weshalb ein bedeutender Anteil der Metastasen unentdeckt bleibt – die Rate falsch-negativer Ergebnisse beträgt zwischen 11 % und 24 %. Bei bis zu 30 % aller Patienten im Stadium II treten innerhalb von fünf Jahren nach dem Eingriff Rezidive oder Fernmetastasen auf, mit entsprechender Verschlechterung der Überlebensraten. Studien haben gezeigt, dass die Lymphknotenanalyse von pN0 Patienten mit OSNA® eine Upstaging Rate von 25% ergeben im Vergleich zur Standardhistologie.

OSNA ermöglicht die effiziente und umfassende Untersuchung einer großen Zahl von Lymphknoten in kurzer Zeit. Durch präzise Staging-Informationen können Entscheidungen über das optimale therapeutische Vorgehen auf zuverlässige diagnostische Informationen gestützt werden.

OSNA CC in der Routineanwendung

OSNA CC in der Routineanwendung

Studien haben gezeigt, dass die Lymphknotenanalyse von pN0 Patienten mit OSNA eine Upstaging Rate von 25% im Vergleich zur Standardhistologie ergeben.

OSNA beim Magenkarzinom

OSNA beim Magenkarzinom

Mit Hilfe des Sentinelkonzeptes kann die Notwendigkeit für chirurgische Eingriffe häufig reduziert werden. Dies gilt für diverse Krebsentitäten, inklusive dem Magenkarzinom.

In frühen Stadien des Magenkarzinoms treten nur in 10-16 % der Fälle Metastasen in den Lymphknoten auf; in der großen Mehrzahl der Fälle ist eine chirurgische Entfernung der Lymphknoten nicht notwendig. Das intraoperative OSNA Ergebnis unterstützt die sofortige Entscheidung für oder gegen eine weitere Lymphknotendissektion.

Publikationen

Publikationen

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